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Printmedien der Reisebranche haben es nicht mehr leicht, sich beim Leser zu behaupten. Online-Medien sind der Trend. Allein auf der ITB Berlin 2013 hatten sich 250 Reise-Blogger aus aller Welt akkreditiert und berichteten zeitnah. Seit Anfang des Jahres bedient nun mein Blog den Wissensdurst rund ums Reisen. Persönliche Erfahrungen, Gastronomie- und Hotel-Tipps, News u. Pressemeldungen sowie Inspirationen und Reiseführer, jetzt auch per Suchwort schnell zu finden im: blog.Liebhaberreisen.de
Lesen Sie auch meine Artikel in der Huffington Post Deutschland


Rita HenssDie Journalistin und Buchautorin Rita Henß

Hier lesen Sie Auszüge aus Reportagen der mehrfach ausgezeichneten Frankfurter Journalistin und Buchautorin, Jahrgang 1956. Sie bereist Italien regelmäßig vor allem aus kulinarischen und kulturellen Gründen. Ihre Reportagen erscheinen in der Frankfurter Rundschau, abenteuer & reisen, essen & trinken und Die Welt. Weiter publiziert sie für Verlage wie MairDumont, Polyglott, Edition Sigloch und Travel House Media. Ihre Themen-Schwerpunkte sind: Reisen, Genuss und Porträt.

Reportagen, Anfragen und weitere Infos via: www.ritahenss.de


Neapel, versteckte Reize zu Füßen des Vesuvs

Glorindas Reich mißt knapp eineinhalb Meter im Quadrat. Es umfaßt im Wesentlichen eine silbrig glitzernde Handsaftpresse sowie kunstvoll auf-geschichtete Pyramiden aus Orangen und Zitronen. Gekonnt wirkt die dralle Signora zwischen Obst und Presse. Seit mehr als vier Jahrzehnten quetscht ihr kräftiger Arm mittels Hebelkraft auch noch den letzten Rest Flüssigkeit aus den Zitrusfrüchten. Schwapp - steht die frische "spremuta" auf dem Tresen. Eine Vitaminspritze, kunstvoll zelebriert im Herzen von Neapel, in der Kirchfassade von San Fernando an der Piazza Trieste et Trento. Auf diesem Platz zwischen Präfektur, Palazzo Reale,

Weiter: dem San Carlo Theater und der berühmten Galleria Umberto, trifft man sich gewollt oder ungewollt. Hier mündet die schnurgerade Ader der Via Toledo, durch die sich fast alle Buslinien Neapels qu„len. Hier reichen gleich mehrere Pizzab„cker ihre krossen Teigfladen in großen Dreieckstücken durch breite Verkaufsfenster. Hier warten Taxis, ballen sich die Telefonboxen. Und außerdem lockt hier das schönste Café‚ der Stadt: das 1890 im Wiener Stil erbaute Gambrinus. Unter seinem Goldstuck- und Kronleuchterhimmel munden die süßen neapolitanischen Quarktörtchen besonders gut. Von der Piazza Trieste e Trentino läßt sich Neapels Altstadt wunderbar zu Fuß erkunden ...


Zwischen Neapel und Ischia liegt die Insel Procida

Nach knapp zwanzig Minuten Schiffsfahrt ist die farbenfrohe Amphitheaterkulisse Neapels nur noch eine Ahnung am Horizont. Die mächtige, steingraue Bourbonen-Festung auf dem Hügel über Procidas Hafen nimmt den Blick des Reisenden gefangen. Sacht schiebt sich der weiße Schiffsbug auf die unterste der drei Reihen weißer und pastellfarbener Häuserkuben am Fuße des Castello zu. Vom Glockenturm der Hafenkirche Santa Maria delle Grazie bimmelt ein helles Willkommen. Eine Riege dreirädriger "Microtaxen" wartet am Kai bereits auf die ankommenden Passagiere. Und allmählich zockeln nacheinander auch drei orangefarbene Kleinbusse heran,

Weiter: das gesamte Aufgebot an öffentlichen Verkehrsmitteln auf der Zehntausend-Seelen-Insel. Vor fast 200 Jahren verliebte sich der französische Dichter Lamartine auf Procida in eine reizende Fischerstochter. Graziella hieß die Schöne. So nannte der Poet später auch jene Erzählung, die die Begegnung mit der jungen Procidanerin schildert. Graziellas Vaterhaus auf dem zwischen Kap Solchiaro und der vom Kloster Santa Margherita Nouva gekrönten Landzunge der Terra Murata ins Meer ragenden Sporn Punto Pizzaco ist leider verfallen. Aber vergessen hat die Insel der Kapitäne die schöne Fischerstocher nicht ...


Catania, Ausgangspunkt gen Ätna, Siziliens Feuerberg

Die zweitgrößte Stadt der Insel ist auch selbst einen Besuch wert, stammt doch aus ihr der berühmte Opernkomponist Bellini und die inzwischen in aller Munde schmelzende Süßspeise Cassata. Und als am Nachmittag des 2. April 1787 wieder einmal ein Schiff einlief in der Conca d' Oro, der "goldenen Muschel", die Siziliens Hauptstadt Palermo birgt, stand an der Reeling auch Johann Wolfgang von Goethe. Der Zauber, der den großen Dichtersohn überwältigte beim Anblick der von Bergen gerahmten Bucht, ließ ihn später von der "Reinheit der Konturen" der "Weichheit des Ganzen". der "Harmonie von Himmel, Meer und Erde" schreiben.

Weiter: Seefahrer, die Sizilien nicht im weiten Bogen von Neapel, Genua oder Sardinien anpeilten, sondern sich durch die Meerenge von Messina zwängten oder aus Richtung Malta kamen, sahen sich mit einem weniger verzückenden, aber nicht minder eindrucksvollen Panorama konfrontiert: dem Hafen Catania, in der Ferne überragt von der mächtigen Kuppe des Ätna. Inzwischen bieten die beiden größten Städte Siziliens auf den ersten Blick kaum noch Anlass zu freudig-respektvollem Staunen - aber ihr Herz lohnt durchaus das Verweilen. Palermo hat seinen historischen Kern in den vergangenen Jahre allmählich wieder aufpoliert ...


Modena zählt zu den reichsten Städten Europas

Puder-, safran- und orangefarbene Fassaden, aus denen dezent graue Fensterläden blinzen. Sanft geschwungene Straßen und Gassen mit schattigen Arkaden. Menschen die mit kritischem Stolz freundlich Auskunft geben: Modena wirkt elegant und warm zugleich. „Umano" antworten die Modenesi, wenn man sie fragt nach dem Charakter ihrer Stadt - human. Und das Fremdenverkehrsamt warnt: "Modena ist kein Ziel für Touristen auf der Suche nach starken Eindrücken".Tatsächlich bietet die knapp 180.000 Einwohner zählende Stadt am Südrand der Poebene wenig Spektakuläres. Eine Ausnahme macht der Dom.

Weiter: Er gilt mit seinen herrlichen Reliefs und Skulpturen als eines der kostbarsten Beispiele romanischer Baukunst in Italien. Zusammen mit seinem an der Apsis freistehenden Glockenturm „la Ghirlandina“, dem stolzen Wahrzeichen der Stadt, und der angrenzenden Piazza Grande nahm ihn die Unesco 1997 in die Liste der Weltkulturerbe der Menschheit auf. Das Trio aus Turm, Gottes und Großem Platz bildet den exakten Mittelpunkt im quadratischen Grundriß der sich auf nur knapp zwei mal zwei Kilometer ausdehenden Altstadt Modenas. Hier lag die Keimzelle des 183 v. Chr. von den Römern gegründete Mutina. Problemlos läßt sich dieser historische Kern zu Fuß erkunden ...


In der Barockstadt Lecce lebt ein besonderes Krippenhandwerk

Sie stehen auf dem Domplatz, der sich bühnenreif hinter 2 Säulen öffnet. Recken sich vor der fein ziselierten Fassade der Basilica di Santa Croce. Bevölkern die mit rohen Quadern gepflasterten Gassen um das Amphi-theater und die Piazza San Oronzo: Rudimentäre Strohgestalten ohne Hand und Fuß, mitunter sogar kopflos, fast schwebend auf einem dünnen Stab. "Das sind die Seelen", erklärt Luigi, i anime. Vor Weihnachten produzieren Luigi Baldari und seine Frau Maddalena solche "Seelen" in ihrer kleinen Werkstatt täglich zu Dutzenden. Und schaffen ihnen auch den entsprechenden Leib: aus nichts als Pappmachébögen.

Weiter: L'arte della cartapesta, die Kunst des Pappmachés, gehört bereits seit Jahrhunderten zum apulischen Alltag. Ursprünglich beheimatet im Norden Italiens, in Venetien, wo man schon im 14. Jahrhundert Spiegelrahmen und Zierleisten aus cartapesta fertigte, gelangte das Wissen über sie durch Auswanderer bis in den tiefen Süden. Das Salento und vor allem die Barockstadt Lecce, in der Luigi und Maddalena zu Hause sind, wurden zur Hochburg der maestri cartapestai. Die ersten Meister freilich arbeiteten nicht hauptberuflich, sondern verdienten ihr Geld als Barbiere. Neben dem Bart Scheren und Haare Schneiden fertigten sie allerlei Spielzeug wie kleine Pferde und Puppen aus den ihnen zur Verfügung stehenden "armen" Materialien ...


Rita HenssDie Journalistin und Buchautorin Rita Henß

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